Tauf-Gottesdienst an der Tauber

„Schön, dass wir heute hier beisammen sein können, draußen unter freiem Himmel und damit gefühlt Gott vielleicht ein wenig näher als sonst“ begrüßte Pfarrer Gerd Stühlinger die Tauffamilien und die übrige Gemeinde anlässlich der „Taufe an der Tauber“ am Dittigheimer Wehr. Vier Familien hatten ihre Täuflinge mit ihren Taufsprüchen mitgebracht und Pfarrer Gerd Stühlinger verband in seiner Predigt diese Verse auf individuelle Weise miteinander. „Es sind gute Worte, die Sie für Ihre Kinder ausgewählt haben, Worte, die geeignet sind, Ihre Kinder durch ihr Leben zu begleiten“. Dabei hoffte er, dass Urkunden und Verse nicht in irgendeiner Schublage verstauben, sondern die Kinder damit bekannt gemacht werden. „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen“, ein Zitat des Propheten Jesaja (Kap 43, 1) gelte für ein ganzes Leben, und das nicht nur für dieses Kind, sondern letztlich für jeden Einzelnen. Gottes Interesse an uns habe sich auch darin gezeigt, dass er seinen Sohn auf diese Erde sandte und der uns den Auftrag gab zu taufen und uns zu den Seinen zu machen. Damit wir diese nicht immer einfache Aufgabe erfüllen können, können wir Gott um seine Beistand, seine Hilfe bitten. Das könne auch der 2. Taufspruch „Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten“ (Ps. 43, 3a) sein. In diesem Licht könne man zuallererst die überaus große Liebe unseres Schöpfers erkennen, eine Liebe, die wir auch unseren Kindern, im Grunde aber auch allem, was Gott ins Dasein gerufen hat, schenken sollten. Wie das aussehen könne, drücke der Vers aus dem Epheserbrief (Kap5, 8 +9) aus: „Lebt als Kinder des Lichtes. Die Frucht des Lichts ist lauter Güte“. Dieses Licht trägt wie die Liebe Früchte, wobei bei Paulus der Begriff „Frucht“ sich vor allem auf das Zusammenleben, auf die Gemeinschaft mit anderen Menschen bezieht. Auch wenn es in der heutigen Welt nicht gut aussehe, sei es doch sehr entlastend, darauf vertrauen zu können, dass sich da einer ganz der Liebe verpflichtet hat - unser Vater im Himmel. Im letzten Taufspruch aus dem 91.Psalm (11 + 12) staunt der Beter über die umfassend Liebe und Zuwendung Gottes. „Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen“. Auch wenn dies keine Unfallversicherung sei, könne sich A. darauf verlassen, dass immer einer da sei, der ihn behüte und in schwierigen Situationen Kraft schenke. Diese Gewissheit könnten Eltern und Paten den Kindern weitergeben und vorleben. Und so wie Gott unsere Namen kenne und uns bei unserem Namen rufe, so sollten auch wir seinen Namen kennen, und das möglichst von Kindheit an. Und dann die Taufe selbst. An – in der Tauber, sie ist schon etwas ganz Besonderes. Beim Rauschen des Wehres, das laue Wasser an den Füßen spürend und bei aller Freude den feierlichen Akt erlebend, wenn der Pfarrer mit den Segensworten sanft das Wasser über die Stirn des Täuflings rieseln lässt. Anschließend – wieder oben am Altar angekommen – wurden die Eltern gesegnet und ihnen die Taufkerze und einen kleines Buch überreicht. Der Gospelchor (unter der Ltg. von Gerhard Barthel) hatte den Gottesdienst mitgestaltet und mit der Auswahl seiner zum Gottesdienst passenden Songs wie „Take me to the water“ (vor dem Taufakt) oder dem abschließenden „May the Lord send angels“ der Stunde noch eine ganz besondere Note verliehen.

aba

Antje Bauer, TBB  //  Fotos liegen bei

Nachrichten aus der Gemeinde

 

Konfirmation in der Christuskirche 2019

Am Samstag, den 11. Mai, wurden in der Christuskirche Dennis Bechtold, Lars Craciunescu, David Merk und Oliver Merk von Pfarrer Stühlinger konfirmiert.

 

Jubelkonfirmation in der Christuskirche am 7. April 2019

50 bis 80 Jahre konnten sie auf ihre Konfirmation zurückblicken, die Frauen und Männer, die am Sonntag gemeinsam ihre Jubelkonfirmation in der Christuskirche feierten. Einige von ihnen waren dafür recht weit angereist, um am Ort ihrer Einsegnung zu feiern, andere freuten sich, vor Ort des Tages zu gedenken, den sie in einer anderen Gemeinde begangen hatten. „Am Sonntag Judika wurden früher die jungen Menschen konfirmiert, so ist das heute ein guter Tag, Ihre Jubelkonfirmation zu feiern“, wandte sich Pfarrer Gerd Stühlinger an die Jubilare. Und für all die Menschen von damals – Verwandte, Paten, Lehrer, Pfarrer – die an diesem Tag nicht mehr dabei sein konnten, entzündete er eine Kerze und stellte sie auf den Taufstein. „Trotz gewiss so mancher Höhen und Tiefen in ihrem Leben konnten Sie sich immer die Liebe und den Segen Gottes bewahren,“ fuhr er fort, um dann allen diesen Segen noch einmal zuzusprechen. Zuvor hatten alle einen Kunstdruck mit ihrem einstigen Konfirmationsspruch (so noch gewusst) zur Erinnerung an ihre Jubelkonfirmation bekommen. Das Abendmahl feierten sie dann gemeinsam mit den diesjährigen Konfirmanden. Im Anschluss an den Gottesdienst, der vom Posaunenchor musikalisch mitgestaltet wurde, traf man sich zu einem Mittagessen, wo noch so manche Erinnerung an früher ausgetauscht wurde.

Ihre Goldene Konfirmation (50 J.) feierten: Annette Dessecker, Axel Fahrbach, Gerd Irmer, Gabriele Wagner-Irmer, Erich Lenz

Ihre Diamantene Konfirmation (60 J.) : Jochen Leuschner, Armin Rösler, Dr. Doris Wiemann-Weiss

Ihre Eiserne Konfirmation (65 J.) : Helga Hofer, Ursula Klingsporn, Marianne Renkert

Ihre Gnadenkonfirmation (70 J.) : Wilhelm Gurrath, Brunhilde Hahn, Dorothea Wellauer

Ihre Kronjuwelenkonfirmation feierte Ulla König (80 J.)